Zwetschgen-Mohn-Taschen

Was macht man, wenn man noch Zwetschgen übrig hat, die Menge aber nicht für einen ordentlichen Kuchen reicht? Genau, Blätterteigtaschen! Und wenn man noch zufälligerweise gemahlenen Mohn übrig hat, verwertet man den halt gleich mit. Hier also ein Rezept für Zwetschgen-Mohn-Taschen mit Blätterteig. Eigentlich wollte ich gerne einen richtigen Plunderteig machen, da mir aber die Zeit ausgegangen ist und Plunderteig eine zeitintensivere Angelegenheit ist (wie man auch bei diesem Rezept für Croissants sehen kann), habe ich auf fertigen Blätterteig zurückgegriffen. Manchmal muss es eben einfach und schnell gehen.

Zwetschgen-Mohn-Taschen_1Zwetschgen-Mohn-Taschen_2Für ca. 12 Stück braucht man:

(1)
400 g Zwetschgen
50 g gestiftelte oder gehackte Mandeln
2 El Zucker
2 El Semmelbrösel

(2)
150 ml Milch
60 g Zucker
3 TL Vanillezucker
1 Messerspitze Zimt
100 g gemahlener Mohn

(3)
2 Rollen Blätterteig
1 Eiweiß

(1) Die Zwetschgen waschen, entsteinen und vierteln. Die Zwetschgen dann mit den Mandeln, dem Zucker und den Semmelbröseln mischen.

(2) Für die Mohnfüllung die Milch zusammen mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Zimt aufkochen. Dann den Mohn einrühren und das Ganze nochmal aufkochen und ein paar Minuten kochen lassen. Danach die Masse abkühlen lassen.

(3) Den Ofen schon mal auf 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Die Blätterteigplatten in jeweils 6 Teile schneiden. 1 bis 2 EL Mohnfüllung in der Mitte verteilen und dabei den Rand 2 Fingerbreit frei lassen. Auf den Mohn dann 2 EL Zwetschgen geben. Die Teigränder mit Eiweiß bestreichen und  die Ecken des Blätterteigs über die Füllung in die Mitte legen und oben etwas zusammendrücken. Die Blätterteigtaschen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Wer mag kann dann die Taschen noch mit Eiweiß bestreichen und mit den gehackten oder gestiftelten  Mandeln bestreuen. Die Zwetschgentaschen auf der untersten Schiene ca. 25 Minuten backen bis sie goldbraun sind.
Ich habe die Teilchen noch mit etwas Zuckerguss beträufelt.

Quark-Törtchen mit Pistazienöl

Schon vor einiger Zeit haben wir ein Fläschchen Pistazienöl geschenkt bekommen. Und seitdem geistern mit Ideen im Kopf herum, wie ich das Öl zum Einsatz bringen kann. Klar war, es muss ein Dessert sein! Das darf nicht zu schwer und nicht zu geschmacksintensiv sein, da ansonsten das Öl untergeht. Also habe ich mich entschieden ein Törtchen bestehend aus einem Kakao-Streusel-Boden und einer Quarkmousse zu kreieren. Das Quark-Törtchen ist wirklich gut gelungen und das Öls ist tatsächlich gut zur Geltung gekommen! Wer kein Pistzienöl hat oder auftreiben kann, kann es mal mit Kürbiskernöl versuchen. Auch das kann ich mir in dieser Kombination gut vorstellen.

Quark-Törtchen_1
Für 4 Personen braucht man:

(1)
Streusel-Boden:
50 g gemahlene Mandeln
50 g Mehl
10 g Kakaopulver
50 g Zucker
1 Prise Fleur de Sel
50 g Butter

(3)
Quarkmousse:
5 Blatt Gelatine
200 g Magerquark
25 + 40 g Zucker
2 Eiweiß
1 Prise Salz
250 g Sahne
15 ml Orangenlikör
etwas Zitronenabrieb

(5)
ca. 2 EL Pistazien
Pistazienöl

außerdem: 4 Dessertringe

(1) Für die Streusel Mandeln, Mehl und Kakaopulver mischen. Oft sind im Mehl oder im Kakao kleine Klümpchen. Da ich zu faul bin alles zu sieben, streiche ich Mehl und Kakaopulver immer nur mit einem Löffel glatt. Anschließend den Zucker und das Salz dazugeben. Die Butter in kleinen Stückchen zu den trockenen Zutaten geben und alles zu einem krümeligen Teig verkneten.
Die Streusel für ca. 30 Minuten in einem Gefrierbeutel ins Tiefkühlfach legen.

(2) Den Ofen auf 150°C vorheizen. Die Dessertringe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stellen und die Kakaostreusel auf die Ringe verteilen, dabei leicht andrücken. Die Streusel 10 bis 15 Minuten backen und anschließend abkühlen lassen.

(3) Während die Streusel abkühlen, kann die Quarkmousse hergestellt werden: Dafür die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den Quark mit 25 g Zucker und Zitronenabrieb verrühren. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und dabei nach und nach 40 g Zucker einrieseln lassen.
Die Sahne ebenfalls steif schlagen und bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.

(4) Die Gelatine ausdrücken und ein einem kleinen Topf bei geringer Hitze auflösen. Dann den Orangenlikör dazugeben sowie 2 bis 3 EL von der Quarkmasse und alles gut mit der Gelatine verrühren. Die Gelatine-Mischung unter den restlichen Quark mischen. Zum Schluss die Sahne und den Eischnee vorsichtig unter den Quark heben.
Die Quarkmasse auf die gebackenen Streusel in die Dessertringe geben und einige Stunden kalt stellen.

(5) Zum Anrichten die Dessertringe auf Teller stellen und die Ringe vorsichtig entfernen (am besten einmal mit einem Messer rundherum fahren und den Ring vorsichtig anheben). Die Pistazien grob hacken (man kann natürlich auch schon gehackte kaufen, aber frisch gehackt sind sie einfach aromatischer) und kurz in einer Pfanne anrösten. Die gerösteten Pistazienkerne auf dem Törtchen verteilen und mit 1-2 TL Pistazienöl beträufeln.

Ein superleckeres und nicht zu schweres Dessert!

Quark-Törtchen_2

Aprikosenkuchen mit Thymianstreusel

Aprikosenkuchen_1 Nochmal schnell einen Aprikosenkuchen gebacken, bevor es vorbei ist mit den süßen Früchtchen! Diesmal in der Kastenform mit Thymianstreuseln. Der Thymian schmeckt dabei nicht besonders intensiv oder dominant, gibt dem Kuchen aber wie ich finde eine interessante Note. Das Rezept habe ich (leicht abgewandelt) aus der aktuellen Lust auf Genuss.
Für eine Kastenform braucht man:

(1) Streusel:
25 g Mehl
15 g Zucker
10 g Butter
1 Prise Salz
1 EL frisch gehackten Thymian
etwas Zitronenabrieb

(2)
500 g Aprikosen
2 EL Mehl

(3) Teig:
210 g Butter
200 g Zucker
6 Eier
400 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
150 ml Buttermilch

(5)
3-4 EL Puderzucker
etwas Zitronensaft
etwas Wasser

(1) Für die Streusel alle Zutaten zu einem krümeligen Teig verkneten. Bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.
Den Ofen auf 170 °C Ober- / Unterhitze vorheizen.

(2) Die Aprikosen waschen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden. Diese dann mit ca. 2 EL Mehl bestäuben.

(3) Die Butter mit dem Zucker aufschlagen und nacheinander die Eier unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen und im Wechsel mit der Buttermilch unter die Butter-Zucker-Masse rühren. Zum Schluss die Aprikosen vorsichtig unterheben.

(4) Den Teig in eine gefettete und gemehlte Kastenform geben und glatt streichen. Die vorbereiteten Streusel darauf verteilen und den Kuchen ca. 70 Minuten backen.
Den Kuchen noch vor dem vor dem vollständigen Auskühlen aus der Form stürzen (hier hilft manchmal ein mit kaltem Wasser getränktes Geschirrtuch, das man nach dem umdrehen kurz auf die Form legt).

(5) Den Puderzucker mit Zitronensaft und Wasser zu einem Zuckerguss verrühren und den Kuchen damit beträufeln.

Aprikosenkuchen_2

Marillenknödel

Marillenknödel

Ich liebe Marillenknödel! Und da sie hier nur schwer zu bekommen sind, habe ich mal welche selber gemacht. Die Herausforderungen sind hier zum einen an wirklich gute Aprikosen zu kommen und zum andererseits guten und echten Topfen zur Hand zu haben. Topfen ist nicht nur eine andere (nämlich österreichische) Bezeichnung für Quark, er ist auch trockener als Quark.
Leider war meiner, glaube ich, nicht trocken genug (ich habe Berchtesgadener Topfen halbfett genommen), jedenfalls haben bei mir die 100 g Mehl im Rezept bei weitem nicht ausgereicht, obwohl ich den Topfen schon (in vermeintlich weiser Voraussicht) einige Stunden in einem Geschirrtuch abtropfen habe lassen. Der Teig ist bei mir – vermutlich durch das zusätzliche Mehl – sehr kompakt geworden. Die Marillen sollten möglichst reif und weich sein. Erstens spart man sich dann zusätzlichen Zucker und zweitens sind die Knödel angenehmer zu essen und leckerer, wenn die Frucht weich ist.
Das Rezept habe ich übrigens aus dem Servus Kochbuch (also echt österreichisch!):
Und so geht´s:

(1)
100 g Mehl (evtl. auch mehr, wenn der Teig zu weich ist)
250 g Topfen
30 g Butter
Zitronenabrieb (von ca. 1/2 Zitrone)
1 Ei
1 Prise Salz

(2)
8 Marillen / Aprikosen
8 Stk. Würfelzucker

(4)
etwas Butter
ca. 2 handvoll Semmelbrösel
1-2 EL Zucker

(1) Die Butter in einem Topf schmelzen. Den Topfen mit dem Mehl vorsichtig mischen, dann die flüssige Butter, die Zitronenschale und das Salz dazugeben. Das Ei leicht verquirlen und ebenfalls zum Topfen geben. Alles zu einem weichen Teig verkneten. Ist der Teig zu weich, einfach noch etwas Mehl dazu geben.
Aus dem Teig eine Rolle formen und in 8 gleich große Scheiben schneiden.

(2) Die Marillen waschen und entsteinen. In die Marillen jeweils ein Stück Würfelzucker geben (man kann stattdessen auch Marzipan nehmen, oder wenn die Früchte sehr reif und süß sind den Zucker einfach weglassen).
Die Teigscheiben flach drücken und die Marillen damit ummanteln. Die Frucht solle nirgends zu sehen sein.

(3) In einem Topf Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Die Knödel vorsichtig hineingeben und ziehen lassen. Das Wasser sollte hier nicht mehr richtig kochen, sondern allenfalls sieden. Die Knödel steigen nach einer Weile nach oben. Wenn sie anfangen sich an der Oberfläche zu drehen sind sie fertig. Die Knödel dann abschöpfen und abtropfen lassen.

(4) In einer Pfanne Butter zerlassen und die Semmelbrösel zusammen mit dem Zucker goldbraun rösten. Die Knödel dann in den Semmelbröseln wälzen und anrichten.